Katathym Imaginative Psychotherapie in 1220 Wien

Bei Psychotherapeutin Mag. Dr. Karin Beringer

Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP), vormals Katathymes Bilderleben (KB), ist eine auf tiefenpsychologischen Grundlagen beruhendes imaginatives Verfahren der Psychotherapie (Synonym Symboldrama). Diese in Österreich anerkannte psychotherapeutische Methode, die neben dem therapeutischen Gespräch mit imaginativen Prozessen arbeitet, stellt somit eine Alternative zu rein verbal orientierten Therapieformen dar.

Die Bezeichnung Katathym (griechisch: der Seele gemäß = die Seele widerspiegelnd) weist auf den tiefenpsychologischen Ursprung affektbeladener, emotional erlebter, symbolhafter Projektionen des Unbewussten hin. Neben psychotherapeutischen Gesprächen werden mit begleitenden Tagträumen auf der symbolischen Ebene Gefühle, Wünsche und Konflikte dargestellt und können auf der Symbolebene und im Nachgespräch bearbeitet werden. Die Methode stammt von H. Leuner und wurde 1955 als wissenschaftlich fundiertes Verfahren in die Psychotherapie eingeführt.

Therapeutische Begleitung bei der KIP

Unter therapeutischer Anleitung und im Entspannungszustand tauchen beim Klienten zu vorgegebenen Motiven (Blume, Wiese, Bach, Berg, Haus ...) vor dem inneren Auge (in der Vorstellung, in der Fantasie) Bilder auf. Es können sich Szenen entwickeln und Gefühle dazu entstehen. Unbewusste Konflikte, bestehende Probleme, Wünsche und Fantasien bilden sich auf einer symbolischen Ebene ab.

Mit Hilfe der therapeutischen Begleitung entstehen neue Möglichkeiten des Wahrnehmens, Fühlens und Handelns. Vorhandene Ressourcen können sich entfalten, Zusammenhänge werden klarer und neue Möglichkeiten können sich erschließen. Sowohl aktuelle Probleme als auch Probleme aus der Vergangenheit können mit dieser Methode bearbeitet werden. Mit Hilfe der Imagination bekommt man Einblick in unbewusste Bereiche, die gemeinsam von Klient und Therapeut angeschaut werden können. Die Imagination ist die Widerspiegelung der inneren Welt. Durch anschließendes Zeichnen kann der Prozess nochmals vertieft werden.

Anwendung, Dauer und Häufigkeit der KIP

KIP hilft bei Depressionen, Angstzuständen, psychosomatischen Erkrankungen, den verschiedenen Formen der Sucht, Essstörungen, bei der Bewältigung körperlicher Erkrankungen, unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung und dient der Entfaltung des eigenen Potenzials. Sie kann zur Krisenintervention, als fokale Kurztherapie (bis ca. 30 Stunden) oder als Mittel- und Langzeittherapie (bis zu mehreren Hundert Stunden) angewendet werden.

In der Regel findet die KIP 1x wöchentlich statt, um eine tragfähige Beziehung zwischen Klient und Therapeutin aufzubauen. Wenn die Abstände zwischen den Sitzungen zu groß sind und zu viel Zeit vergeht, ist dies schwierig. Es braucht Rhythmus und Kontinuität in der therapeutischen Beziehung, damit der Klient mit seinen gängigen Beziehungsmustern in der Therapie konfrontiert wird und diese bewusst mit dem Therapeuten durcharbeiten kann.